Die Gruppe der Eigentümer der Wohnhausanlage Waldwiese 4–6 und Langegasse 8–10 sieht die geplante Dachsanierung kritisch und fordert Aufklärung.
Die in einem Schreiben der Hausverwaltung kurzfristig angekündigten Maßnahmen werfen zahlreiche Fragen auf – sowohl zur tatsächlichen Notwendigkeit als auch zur wirtschaftlichen Sinnhaftigkeit.
🔍 Was genau ist geplant?
Laut Hausverwaltung soll der gesamte Dachaufbau bei allen Gebäuden (auch bei den Reihenhäusern?) entfernt und neu aufgebaut werden. Doch bislang fehlen konkrete Details:
Basierend auf welchen Gutachten ist diese dringende Sanierung entstanden?
Welche Arbeiten sind im Einzelnen vorgesehen?
Was geschieht mit Dachaufbauten wie Gullys, Abläufen und Kaminen - diese sind ja auch nach einer Sanierung wieder neue Problemzonen!
Welche Häuser (Reihenhäuser?) und Wohnungen sind überhaupt von Schäden betroffen? Falls Sie zu den Betroffenen gehören, schreiben Sie es bitte unten in die Kommentare - Danke!
Ist eine punktuelle Sanierung nicht ausreichend?
Oft treten diese Undichtigkeiten an neuralgischen Stellen auf und die gibt es auch nach einer Sanierung
Solche Investitionen benötigen eine sachliche Grundlage – keine allgemeinen Formulierungen.
💡 Unumgängliche Dringlichkeit als Argument?
Die Dach-Sanierung wird als so „unumgänglich und absolut dringend“ begründet, dass sogar mitten in der Urlaubszeit eine kurzfristig anberaumte Abstimmung angesetzt wird.
· Doch wie hoch ist die tatsächliche Gefahr wirklich – oder wird wieder mal nur Angst gemacht?
· Rechnet sich der Aufwand?
· Gibt es Energieeinsparungen?
· Warum sollen wir unsere gesamten Rücklagen dafür opfern bzw. auflösen?
· Was ist dann beim nächsten Schaden, zB. bei Heizung oder Warmwasser?
· Warum werden mögliche Förderungen nicht mal angedacht?
Gerade jetzt, wo die Energiekosten in der Anlage seit 2021 explodiert sind, sollte man genau prüfen, ob die Probleme nicht an ganz anderer Stelle liegen!
🔥 Viel drängender: Die Energiekosten-Krise in unserer Wohnhausanlage
Mehrere Eigentümer haben bereits darauf hingewiesen: Die Betriebskosten – insbesondere für Heizung und Warmwasser – steigen rasant. Für eine 74m2 Wohnung müssen mittlerweile 600,- pro Monat an Betriebskosten inkl. Warmwasser und Heizung berappt werden. Das ist enorm und nicht akzeptabel!
Für Pensionisten, die sich hier in unserer Wohnhausanlage einen schönen Altersruhestand erarbeitet haben, ist das eine Menge Geld. Aber auch für Normalverdiener, die sich aus Kostengründen eine Eigentumswohnung gekauft haben, um ihre monatlichen Kosten (im Alter) niedrig zu halten.
Die Ursachen:
Veraltetes, zentrales, ineffizientes Ein-Rohr-Leitungssystem für Heizung & Warmwasser
Unzureichende Isolierung der Leitungen – extreme Wärmeverluste (z. B. überheizte Stiegenhäuser mit bis zu 27 °C im Winter)
Fragwürdige Abrechnungsgrundlagen (auffällige Verbrauchsabweichungen) – und das ist noch sehr freundlich formuliert …
Enorm hohe Energiekosten-Vorschreibungen für die wenigen Leute, die tatsächlich hier wohnen –
ein absolut unfaires, unkorrektes Abrechnungssystem
Die hohen Leerstände erhöhen die Kosten dann weiter signifikant für jene, die ganzjährig hier leben.
Die monatlichen Vorschreibungen haben sich bekanntlich seit 2021 enorm erhöht.
Diese Steigerung ist nicht mit den erhöhten Energiekosten alleine zu erklären: siehe Tabelle hier unten:

Für viele Bewohner wird das Wohnen zunehmend unleistbar.
Eigentümer, die Ihre Liegenschaften veräußern wollen, müssen feststellen, dass sich die Wohnungen nicht mehr gut verkaufen lassen, weil neue Kaufinteressenten von den horrenden Energiekosten abgeschreckt werden.
(Soferne sie überhaupt korrekt angegeben werden. Ich habe erst am 23. Juli 2025 ein Inserat gesehen auf willhaben, wo eine 77m2 Wohnung in unserer Anlage mit monatlichen Heizkosten von 71,- (!) angegeben wird. Das wird dann eine schöne Überraschung für die neuen Eigentümer, wenn sie ihre erste Heißwasser-Abrechnung bekommen!)
Faktencheck: Die Energiekosten liegen hier in der Waldwiese - Langegasse 80% bis 150% über dem ortsüblichen Durchschnitt.Viele Eigentümer haben uns das im persönlichen Gespräch bestätigt und keiner kann sich das vernünftig erklären.
Doch nun zurück zur Dachsanierung:
🧾 Was passiert, wenn die Rücklagen erschöpft sind?
Die Finanzierung der Dachsanierung soll laut Schreiben zur Gänze aus den Rücklagen erfolgen. Wir kennen diese Formulierung aus der Politik, wo immer von staatlichen Investitionen gesprochen wird, aber letztlich unsere Steuergelder dafür verwendet werden.
Es wird von der Hausverwaltung der Eindruck vermittelt, dass das alles nichts kostet.
Doch was, wenn nach der Maßnahme weitere Probleme auftreten, zB. mit unseren veralteten Rohrleitungen?
Und was, wenn die geplante Sanierung mehr kostet als derzeit geschätzt? Auch das soll schon vorgekommen sein ...
🧭 Unser Standpunkt als Eigentümer:
Wir sagen klar:
Wohnen in der Waldwiese & Langegasse muss auch in Zukunft leistbar bleiben.
Deshalb fordern wir:
Transparenz: Detaillierte Informationen zu allen geplanten Arbeiten
Prioritäten: Zuerst die strukturellen Energieprobleme lösen
Verantwortung: Keine voreiligen Großprojekte ohne Gesamtkonzept
Aus diesen wichtigen Gründen und auch aufgrund der mangelnden Informationen werden wir bei diesem Umlaufbeschluss mit „NEIN“ stimmen.
🔄 Dieser Beitrag wurde im Juli 2025 von der Eigentümergruppe Waldwiese & Langegasse verfasst.👉 Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie uns gerne über das Kontaktformular.
So gesehen, haben Sie meine Frage nicht beantwortet!
Karl Strycek