Sehr geehrter Herr Rottensteiner!
Unsere mehrfachen Anfragen in Ihrer Kanzlei, wie sich diese deutlich überhöhten Abrechnungsbeträge unserer Heizungs- und Heißwasserkosten erklären lassen, sind immer noch unbeantwortet.
Nach unserer Recherche sind für diese extrem hohen Abrechnungen 3 Gründe maßgeblich:
1. Inkorrekte Heißwasser - Anteile (Gesamtverbrauch in m3)
2. Unrealistische Messungen der Verdunstungsröhrchen
3. Nicht marktkonforme, deutlich zu hohe Gasgebühren an die KELAG
Zu 1: Heißwasserverbrauch
Die vorgelegte Abrechnung der Techem ist für uns nicht nachvollziehbar:
Warum haben wir in einem 2 Personenhaushalt mit einem Nutzwertanteil von 0,60772%
einen Heißwasser Anteil von 3,155?
Wir haben keine Badewanne, duschen 1 x am Tag und verwenden das Heißwasser ansonsten nur sehr sparsam zum Zähneputzen und Hände waschen.
Wenn man unseren Verbrauch – 65m3 Heißwasser pro Jahr - zugrunde legt für die ganze Wohnhausanlage, müsste
· nutzwertbezogen der gesamte Heißwasserverbrauch über 10.000 m3 liegen.
· auf die vorhandenen Wohneinheiten bezogen (143 WE) über 8.800 m3.
· auf m2 bezogen die gesamten Heißwasser-m3 auch bei fast 10.000 liegen!
Techem gibt aber tatsächlich den Gesamtverbrauch an mit nur 1.969,615 m3!
Dieses – unserer Meinung nach viel zu geringe Volumen – ergibt mathematisch deutlich zu hohe Heißwasserkosten für 2023 - nämlich in unserem Falle satt 3.085,63 Euro!
Das kann nicht stimmen!
Wir wollen deshalb unser Recht auf Einsicht in alle erforderlichen Belege und Abrechnungen in Anspruch nehmen, und fordern Sie auf, uns diese Belege binnen 10 Werktagen zur Verfügung zu stellen – und zwar alle, ohne Ausnahme. Ein Hinweis auf Datenschutz stellt Sie von diesem Recht auf Einsicht nicht frei!
Zu 2: Heizkosten - Verdunstungsröhrchen
Auch bei der Heizung bleibt die Frage offen, wie unser Verbrauch zustande kommt. Unsere Fensterfront ist komplett nach Süd-Ost ausgerichtet. Selbst in Wintertagen bringt die Sonneneinstrahlung Zimmertemperaturen von bis zu 27°C. Die Heizkörper sind abgesehen vom Wohnzimmer und Bad, ganzjährig abgestellt.
Techem verrechnet uns 27 Einheiten, somit auf Nutzwertbezogen 0,71%. Wie erklärt sich dieser Verbrauch, wenn man bedenkt, dass die Hälfte aller Wohneinheiten nordseitig gelegen sind? Unsere Heizkosten betrugen für 2023 stolze 1.395,92 Euro.
Bitte machen Sie uns Vorschläge für eine faire, verbrauchsgerechte Ablesungs-Methode als Ersatz für die Verdunstungsröhrchen – wir sehen nicht ein, warum wir für die Sonnenenergie die anderen Eigentümer sponsern sollen!
Zu 3: Zu hohe Gaspreise an die KELAG
Abschließen bleibt die Frage offen, was Sie bis dato unternommen haben, um uns aus dem Knebelvertrag mit der KELAG herauszubekommen.Sie wissen, dass die aktuellen Gaspreise deutlich unter 10ct pro kWh liegen.
Es gibt auch Verträge, wo ca. 7,0 ct für die kWh verrechnet werden.
Wir bezahlen an die KELAG fast den dreifachen Betrag, auch für 2024, wie Sie ja bereits in der Energieabrechnung und Vorschau für 2024 angekündigt haben.
Allein von dieser Einsparung innerhalb eines Jahres könnten wir die Ausstiegspönale begleichen.
Sie wissen das seit Beginn des Jahres und haben uns persönlich versprochen, sich darum zu kümmern.
Wir haben jetzt bereits Mitte Oktober, das heißt, dass 10 Monate vergangen sind, für die wir deutlich zu hohe Energiepreise zahlen.
Wir fordern Sie daher auf, innerhalb von 10 Werktagen folgende Fragen zu beantworten:
· Wann gab es die versprochenen Verhandlungen mit der KELAG?
· Was ist das Ergebnis?
· Welche günstigeren Energieanbieter haben Sie für uns ausfindig gemacht?
Freundliche Grüße
Familie Malina